Der Ablauf im Detail

Kernsatz

Das Problem benennen
Zuerst legen Sie fest, welches Problem Sie bearbeiten wollen. Was belastet Sie? Welche emotionale Reaktion möchten Sie auflösen? Welches gesundheitliche Problem möchten Sie behandeln? Denken Sie dabei an eine möglichst konkrete Situation. Schreiben Sie sich soweit wie möglich alle Aspekte, Gefühle und auch körperliche Reaktionen auf, die damit verbunden sind.
Bilden Sie nun einen Kernsatz, der die gesamte Situation prägnant kennzeichnet, zum Beispiel:
»meine Angst vor . . .« oder »meine Beschwerden . . .« oder »meine Sucht nach . . .«.

Bestimmung des Belastungslevels

Stufen Sie bitte auf einer subjektiven Skala von 0 bis 10 ein, wie sehr Sie sich in diesem Moment emotional belastet fühlen, wenn Sie intensiv an Ihr vorgegebenes Problem denken. Dabei bedeutet es überhaupt keine Belastung und ganz gelassen, wenn Sie sich bei 0 einstufen und nicht auszuhalten oder maximale Belastung bei einem Wert von 10 (siehe Beschreibung).

Setup-Satz

Zur Bildung des Setup-Satzes ist es zuerst wichtig, sich vorzustellen, daß Sie das Problem aus dem Kernsatz bereits gelöst haben.
Als nächstes machen Sie sich klar, was das in der Konsequenz bedeutet, nämlich: Das genaue Gegenteil!
Also
»Mut und Gelassenheit bezüglich . . .«,
»die volle Funktionsfähigkeit meiner Nieren oder . . .«,
»angemessen mit Süßigkeiten, Zigaretten, Alkohol etc. umgehen können« und
»Brot, Milch, Nüsse etc. sehr gut vertragen können«.

Daraus entwickeln Sie nun Ihren Setup-Satz, indem Sie den Mangel des erwünschten Zustands formulieren:
»Obwohl ich den erwünschten Zustand x (noch) nicht (ganz) habe, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz«.

Einstimmung

Zur Einstimmung sprechen Sie nun den ermittelten Setup-Satz dreimal laut und reiben oder massieren dabei den »heilenden Punkt« (siehe Beschreibung).

Wichtig ist, daß Sie Ihren Satz als das erwünschte Ziel formulieren, welches noch nicht vorhanden ist. Ihr Unterbewußtsein hat dadurch einen deutlichen Bezug zu dem, was Sie erreichen wollen, auch wenn Sie dieses noch verneinen, womit der Verstand in seiner »Zensorfunktion« übrigens völlig übereinstimmt.

Wirksam wird Ihr Ziel dann auf jeden Fall dadurch, daß Sie es in der folgenden Klopfsequenz im wahrsten Sinne des Wortes in Ihr Energiesystem hinein klopfen.


 

Die Klopfroutine (»Tapping«)

Das »Tapping« folgt einem sehr einfachen wie genialen Prinzip:
Durch das Beklopfen ausgewählter und wichtiger Punkte aller Akupunkturmeridiane wird die Störung im körpereigenen Energiesystem, welche die emotionale Belastung auslöst, wieder ausgeglichen.
Klopfen Sie mit den Fingerkuppen von Zeige- und Mittelfinger am besten der dominanten Hand (also mit rechts, wenn Sie Rechtshänder sind) die angegebenen 14 Meridianpunkte (siehe Beschreibung). Da zwölf der Meridiane an beiden Körperseiten verlaufen, ist es gleichgültig, an welcher Körperseite geklopft wird. Es empfieht sich jedoch, die Punkte generell auf der der Klopfhand gegenüberliegenden Seite zu klopfen, was bei den Hand- und dem Unterarmpunkten sowieso vorgegeben ist. Durch das Benutzen zweier Finger beim Klopfen decken Sie eine größere Fläche ab, so daß der jeweilige Punkt auch mit größter Wahrscheinlichkeit getroffen wird.
Beklopfen Sie die Punkte ruhig so kräftig, daß es auch spürbar ist und sprechen Sie dabei den vorher erarbeiteten »Setup-Satz«. Jeder einzelne Punkt sollte so lange geklopft werden, wie der »Setup-Satz« dauert.

Die »9-Gamut-Übung«

Bei der 9-Gamut-Folge oder auch Gehirnbalance genannt handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts von der Psychologin Francine Shapiro entdeckten Augenbewegungstechnik (EMD). Roger Callahan, der als erster Psychologe die Techniken der Klopfakupressur in die Psychotherapie einführte, ergänzte und verfeinerte diese Übung, indem er während des Ablaufs den Handrückenpunkt (3E 3) beklopfen ließ.
Im EFT bekam diese Methode, die der Vertiefung der Wirkung der Behandlung und der Koordination der beiden Gehirnhälften dient, den Namen »9-Gamut-Übung«, da sie sich auf den Gamut-Punkt bezieht, eine andere Bezeichnung für den Handrückenpunkt (siehe Beschreibung).


Streß-Skala

Eines der wichtigsten Handwerkzeuge im EFT ist die Meßwert- oder Streß-Level-Skala, auf der Sie die Stärke Ihrer Gefühle bzw. Mangelzustände wahrnehmen können.
Hinweisen möchte ich Sie jedoch darauf, daß es sich dabei um Ihre ureigensten Wahrnehmungen handelt, also was immer dabei in Ihnen vorgeht, es ist Ihre Wahrheit.
Bewerten Sie also auch nach dem kompletten Durchlauf die Stärke Ihrer Gefühle bezüglich des vorgegebenen Mangelzustands (Problems) und notieren Sie sich diese Zahl; denn sie ist von großer Bedeutung.


 

Die Streß-Level-Skala

Beim EFT geht es nämlich darum, diese Zahl auf »Null« zu bringen, was soviel bedeutet, daß mit Hilfe der EFT-Techniken die emotionale Belasung, der Mangelzustand auf »Null« zurück geht.
Praktisch betrachtet heißt das, daß Sie den »Gesamtzyklus« so lange durchlaufen lassen, bis Sie den Wert »Null« auf der Meßwertskala erreicht haben, wenn Sie an den Mangelzustand denken.
Bei einfachen und leichten »Geschichten« ist das sicherlich erreichbar, wenn Sie die Übung sofort noch ein paar mal wiederholen, bei schwerwiegenden Geschehen empfiehlt es sich, die Übung drei bis vier mal täglich durchzuführen, bis dann der erwünschte »Null«-Wert erreicht ist.

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