Entstehung

»Energetische Psychologie«

In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts machten in den USA zwei namhafte Psychologen und Psychotherapeuten durch die Entwicklung voneinander unterschiedlichen, aber hochwirksamen Kurzzeittherapiemethoden von sich reden. Beiden ging es vor allem um die Behandlung phobischer und traumatischer Ängste; sie entwickelten Methoden, die später als »Power-Therapien« bekannt wurden.

Mehr oder weniger durch einen Zufall entdeckte der Psychologe Dr. Roger Callahan, daß Ängste verschwinden können, wenn man bestimmte Akupunkturpunkte mit den Fingerspitzen beklopft.

Mary, eine seiner Patientinnen, die bereits seit mehr als einem Jahr bei ihm in Behandlung war, litt seit ihrer frühesten Kindheit an einer extremen Form von Wasserphobie. Diese Phobie machte es ihr unmöglich, weder ein Vollbad zu nehmen, noch zu duschen oder bei Regen das Haus zu verlassen. Selbst das Betrachten eines Filmes, in dem Wasser vorkam, machte ihr zu schaffen. Des nachts wurde sie regelmäßig von Alpträumen geplagt und darüber hinaus litt sie häufig unter Kopfschmerzen.

Als Mary eines Tages über Übelkeit klagte, beschloß Dr. Callahan sein kurz zuvor auf einem Kongreß angeeignetes Wissen über die Verbindung zwischen Körper und Geist, über Meridiane sowie über Alarm- und Behandlungspunkte auf diesen Energiebahnen bei ihr anzuwenden und beklopfte einige Punkte auf dem Magenmeridian.

Als Mary ihm vermeldete, daß nicht nur die Übelkeit verschwunden war, sondern auch die Wasserphobie weg sei, war die Geburtsstunde einer neuen Therapiemethode gekommen.

Da bereits in den sechziger Jahren der amerikanische Arzt und Psychiater Dr. John Diamond herausgefunden hatte, daß zwischen allen Arten von Emotionen und dem sogenannten Meridiansystem des menschlichen Körpers eine direkte Beziehung besteht, machte Dr. Callahan sich daran eine neue Technik zu entwickeln, die aus dem Klopfen verschiedener sogenannter Algorithmen, Reihen von Akupunkturpunkten besteht, während der Betroffene sich gleichzeitig auf seine Beschwerde konzentriert. Dieses war die Gedankenfeldtherapie (TFT als Abkürzung für »Thought Field Therapy™«.

Sieben Jahre später war es die Psychologin Francine Shapiro, die ebenfalls mehr oder weniger durch »durch Zufall« eine leicht durchzuführende, entlastende »Augenbewegungs-Technik« (EMD) zur Behandlung von Streß und traumatischen Ängsten hervorbrachte. Obwohl die daraus von Shapiro weiterentwickelte Traumatherapie EMDR (Eye Movement Desensitization Reprocessing) nicht direkt zur energetischen Psychologie gerechnet werden kann, werden die beiden unterschiedlichen Therapieansätze mittlerweile mit großem Erfolg in Kombination durchgeführt.

Emotional Freedom Techniques™

Gary H. Craig, ein Callahan-Schüler der ersten Stunde, hat die Thought Field Therapy™ vereinfacht und Elemente aus dem EMDR einfließen lassen. Er hat es zu seinem Lebensziel gemacht, seine Version dieser Methode, die er die Emotional Freedom Techniques™ oder kurz: EFT nannte, einem breitem Publikum bekanntzumachen.

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